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  • „In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in Verbindung mit dem Ganzen steht“
  • Johann Wolfgang von Goethe
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Ab- und Ausleitverfahren

Es ist wichtig, dass wir die im Stoffwechsel anfallenden Endprodukte ausscheiden können. So können das Immunsystem, die allgemeine Regeneration und die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden.
Als Ableitungsverfahren bezeichnet man therapeutische Anwendungen, welche die Ausscheidungsorgane anregen. Dies geschieht über Haut, Darm, Leber-Galle und Nieren.
Bei Ausleitungsverfahren wird die Haut verletzt, wodurch ein künstlicher Ausscheidungsort geschaffen wird. Der Körper kann hier Säfte mit krankhafter Qualität ausscheiden, dies z.Bsp. durch Blutiges Schröpfen, Cantharidenpflaster oder Blutegelanwendungen.

Alle Ab- und Ausleitungsverfahren wirken über zwei Mechanismen:
1.     Wirkung über die Haut und über die Reflexzonen
2.     Optimerung der Säftequalität (im Sinne der Humoralmedizin)

 

  • Schröpfen

Schröpfgläser setzt man entweder direkt über schmerzhafte Areale oder sie werden gemäss Reflexzonen erkrankter/schwacher Organe auf dem Rücken platziert. Dabei werden die Organtätigkeit und die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Durch das Vakuum wird die Haut kräftig in das Glas gezogen, wobei die Durchblutung angeregt und eine Rötung entsteht. Auf Grund der leichten Hämatome (im Sinne einer Eigenbluttherapie) wird der Körper auch noch einige Tage nach der Behandlung zur Reaktion angeregt.
Diese Therapieform bewährt sich sehr bei rheumatischen Beschwerden, chronischen Schmerzzuständen und reduzierten Organtätigkeiten.

 

  • Baunscheidtieren

Beim Baunscheidtverfahren wird mit einem Nadelkopf die oberste Hautschicht flächig gestichelt und anschliessend ein hautreizendes Spezialöl aufgetragen. Durch den Reiz des Baunscheidtöls bilden sich vorübergehend Quaddeln.

Der Therapiereiz ist hier grösser als beim Schröpfen, die Anwendungsgebiete bleiben weitgehend gleich.

 

  • Blutegel-Anwendungen

Verwendet werden Blutegel, die speziell für medizinische Zwecke gezüchtet werden (Hirudo medicinalis). Die Blutegeltherapie ist eine hervorragende Behandlungsmethode bei venösen Stauungen (Venenerkrankungen) und Lymphstauungen, Arthrosen, rheumatische Erkrankungen, Hypertonie und vielem mehr.
Hat ein Blutegel sich an der Haut festgesaugt, gibt er mit seinem Speichel mehrere entzündungshemmende Stoffe ab (u.a. Hirudin), welche auch die Gerinnung des Blutes verhindern. Ist der Blutegel von der Haut abgefallen, blutet die entstandene Wunde für 12 bis 14 Stunden nach. Dieses Nachbluten ist wichtig, da auf diese Weise eine massive Entschlackung und Entstauung der Venen und des umliegenden Gewebes erreicht wird. Für diesen Zweck wird die Wunde mit reichlich saugendem Verbandsmaterial locker verbunden.

 

Säure-Basen-Therapie


Darmsanierung